Interviewauszug

Peter Pabst Jonathan Blues Band

Hat der ostdeutsche Blues eine Zukunft? Wer sind Deiner Meinung nach die Protagonisten, die das Erbe der „Bye Bye Lübben City“-Generation fortsetzen?
Um die Zukunft unserer Zunft mache ich mir keine Sorgen. Solange Musiker auftauchen und sich behaupten wie Mike Seeber, müssen wir keine Angst haben, dass die Geschichte einmal zu Ende gehen könnte. Mike ist einer, der den Blues in sich hat und das musikalisch auch umsetzen kann. Er hat eine eigene Handschrift und geht seinen Weg. Man kann ihn inzwischen nicht mehr übersehen oder überhören; ich bin sehr froh darüber, dass es ihn gibt. Es gab da in letzter Zeit so eine Art Überangebot an jungen sehr talentierten Bassisten und Drummern. Die können heutzutage erstaunlich gut spielen, aber richtig charismatische Typen, wie Mike Seeber, sind seit jeher selten. Er ist wirklich ein Ausnahmetalent, was ja auch durch seine Endorsement-Verträge mit Gitarren- und Verstärker-Produzenten unterstrichen wird. Wir sind lose befreundet, telefonieren von Zeit zu Zeit miteinander, und ich konnte ihm auch schon ein paar gute Tipps geben. Nicht nur musikalisch, auch was das Business betrifft. Auf seinem ersten Album sollen ja auch ein oder zwei JONATHAN-Songs erscheinen.